Löhne und Honorare

Der ARF/FDS analysiert die Einkommenssituation von Filmschaffenden, setzt sich für faire und sozialverträgliche Vergütungen in den Bereichen Drehbuch und Regie ein und vertritt dieses Anliegen aktiv gegenüber Filmproduzent:innen, Förderstellen und der Öffentlichkeit.

Branchenvereinbarung und Aufwandrechner

Seit 2023 arbeitet der Verband gemeinsam mit den Produzent:innenverbänden GARP, IG und SFP an einheitlichen Lohn- und Honorarrichtlinien für Drehbuch und Regie. Im August 2025 konnte eine Branchenvereinbarung mit aktualisierten Vergütungsempfehlungen für Schweizer Kinofilme unterzeichnet werden. Darin einigten sich die Verbände auf eine absolute Mindestvergütung von CHF 75'000 für Drehbuchhonorare im Bereich von Spielfilmen. Für die Regie von Spielfilmen sowie die Entwicklung und Herstellung von Dokumentarfilmen wurde beschlossen, den ARF/FDS-Aufwandrechner als Orientierungshilfe in Vertragsverhandlungen einzusetzen. Dieses Instrument ermöglicht eine realistische Einschätzung des zeitlichen Arbeitsaufwands und damit fairere Vergütungen als die Berechnung auf Basis von Budgetprozenten. Der ARF/FDS empfiehlt dabei von einem Wochenansatz zwischen CHF 2000 und 2500 auszugehen.

Der Aufwandrechner befindet sich derzeit in der Umsetzungsphase und wird Ende 2026 gemeinsam mit den Produzent:innenverbänden evaluiert. Ziel des ARF/FDS ist, dass der Rechner künftig als verbindliche Grundlage zur Bemessung von Löhnen und Honoraren dient, gegebenenfalls auch als Ergänzung in den Musterverträgen.

Für die Entwicklung und Herstellung von Serien laufen separate Verhandlungen mit der SRG und den Produktionsverbänden.

Studien zur Einkommenssituation von Drehbuchautor:innen und Regisseur:innen

Die Arbeit des ARF/FDS im Bereich Löhne und Honorare gründet auf zwei Studien, die der Verband zwischen 2019 und 2021 durchgeführt hat. Die Ergebnisse wurden an den Filmfestivals von Solothurn und Locarno präsentiert und waren ernüchternd: Die meisten Schweizer Filmschaffenden arbeiten unter prekären Konditionen und erreichen kaum ein existenzsicherndes Einkommen.

Diese Website verwendet Cookies, um sicherzustellen, dass Sie die besten Erfahrungen auf unserer Website machen können.Datenschutzerklärung